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TROCKENES AUGE Krankheitsbild: Das Syndrom des trockenen Auges (Syn.: Sicca-Syndrom, Keratoconjunctivitis sicca = KCS) ist ein multimodale Erkrankung, welche unterschiedliche Ursachen und Ausprägungen haben kann. Die KCS ist v.a. durch einen Verlust und/oder eine fehlerhafte Zusammensetzung des natürlichen Tränenfilms gekennzeichnet, welcher letztlich die Grenzfläche des Auges zur Außenwelt darstellt bzw. diese Oberfläche intakt hält. Die Ursachen der KCS sind v.a. eine verminderte Tränensekretionsrate der Tränendrüse und/oder eine exzessive Tränenfilmverdunstung. Ohne einen physiologischen Tränenfilm ist die Augenoberfläche oft beschädigt, die Sehkraft beeinträchtigt und betroffene Patienten können an schwersten Fremdkörper-, Reibegefühlen, Augenrötung und -brennen leiden. Obwohl die genaue Ursache dieses Krankheitsbildes noch nicht exakt geklärt ist, existieren deutliche Hinweise für einen Zusammenhang zwischen der verminderten Tränensekretion und chronischen Entzündung der Augenoberfläche bzw. der Tränendrüse. Trotz einer großen Auswahl an Medikamenten, welche die Symptome der KCS lindern können, gibt es bislang noch keine Heilung der Erkrankung. Unter den momentan verfügbaren Medikamenten existiert daher immer noch eine große Lücke für wirksamere und vor allem besser verträglichere Produkte. Der Pharma-Markt – Chancen/Möglichkeiten: Rund 40% aller Besuche bei Augenärzten sind auf die Symptome des trockenen Auges zurückzuführen. Assoziierte Autoimmunerkrankungen, LASIK-Operationen oder die weibliche Menopause können die Beschwerden und Symptome zudem verstärken, so dass letztlich in Nord-Amerika und Europa bis zu 10 Millionen Patienten betroffen sind. Ungefähr ein Drittel der Patienten ist von schweren Verlaufsformen und zwei Drittel von milderen oder moderateren Formen betroffen. Eine spezielle Untergruppe von Sicca-Patienten leidet an dem sogenannten Sjögren-Syndrom, einer Erkrankung des rheumatischen Formenkreises, welche typischerweise das Auge (trockenes Auge), das Epithelgewebe des Mundes (trockener Mund) und die Gelenke befällt. Insgesamt ist diese Krankheit bei mindestens 1% der Gesamtbevölkerung vorhanden. Alleine diese Zahlen, betrachtet unter dem Aspekt des Mangels der vorhandenen Behandlungs-optionen/-alternativen, lassen eine sehr große Marktchance vermuten. Des Weiteren dürfte eine Marktaufteilung im Hinblick auf eine gezieltere Behandlung den Patientenansprüchen auf Grund der verschiedenen Ausprägungen des Syndroms und der großen Patientenzahl, deutlich entgegenkommen. Ein lokal verabreichtes Produkt (Augentropfen) würde daher eher für milde und moderate Verlaufsformen der Erkrankung geeignet sein. Ein langfristiges Applikationssystem wäre für die schweren Formen geeignet. Lux Biosciences verfolgt momentan aktiv beide Produktkonzepte.
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