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UVEITIS Krankheitsbild: Die Uveitis ist eine Autoimmunerkrankung, die in einer chronischen Entzündung des Auges resultiert. Es gibt substanzielle Hinweise darauf, dass die T-Lymphozyten, Schlüsselzellen des Immunsystems bei immunologischen Entzündungsprozessen, an der Entwicklung der Uveitis beteiligt sind. Die Uveitis ist eine unzureichend diagnostizierte und unterschätzte Krankheit, die zu, Augenschmerzen sowie zu Einschränkungen und Verlust des Sehvermögens führt. Sie betrifft vor allem jüngere Patienten – das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 35-39 Jahren – und ist in vielen Fällen eine chronische Erkrankung. Experten schätzen, dass etwa 10% aller neuen Fälle von Blindheit in den USA durch Uveitis verursacht werden. Alleine in den USA leiden etwa 300.000 Patienten an der Krankheit, wobei ca. 50% dieser Patienten von der sogenannten anterioren Uveitis betroffen sind. Zur Behandlung der Uveitis sind gegenwärtig von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA nur Kortikosteroide („Cortison“) zugelassen. Deren dauerhafte Anwendung ist jedoch bereits ab Dosen von 10 mg/Tag mit erheblichen Nebenwirkungen belastet, wie etwa Osteoporose (Knochenschwund), Bluthochdruck, Blutzuckeranstieg (Diabetes mellitus), Erhöhung des Cholesterinspiegels, Wundheilungsstörungen, Gewichtszunahme, sowie kosmetische und psychische Auffälligkeiten (z.B. Stimmungsschwankungen). Daher wird in den aktuellen Behandlungsrichtlinien eine Reduktion der systemischen Steroid-Gabe auf einen Zielwert von 10mg Prednison-Äquivalent oder kleiner empfohlen. Interessanterweise treten bei dauerhafter lokaler Verabreichung von Steroiden zwar nicht die o.g. systemischen, jedoch oft lokale Nebenwirkungen im Auge auf, wie z.B. die Entwicklung eines grauen (Katarakt) oder eines grünen Stars (Glaukom). Die Behandlung der Uveitis hängt von verschiedenen Faktoren, wie der anatomischen Lokalisation der Entzündung im vorderen (anterioren), mittleren (intermediären) und/oder hinteren (posterioren) Teil des Auges, der Schwere der Erkrankung und der Anzahl der betroffenen Augen (einseitig/beidseitig) ab. Kortikosteroide (entweder in Tropfenform, als periokuläre/intravitreale Injektion um/in das Auge oder systemisch appliziert) werden normalerweise verwendet, um die akute oder chronische Entzündung schnell unter Kontrolle zu bringen. Bei vielen Patienten jedoch müssen wegen der Schwere der Erkrankung, der o.g. Nebenwirkungen und auch um die oft hohen Steroid-Dosierungen zu reduzieren („Steroid einsparen“) zusätzlich oder alternativ Immunsuppressiva wie z.B. Antimetabolite, alkylierende Medikamente und T-Zell-Inhibitoren eingesetzt werden, obwohl diese nicht offiziell durch die FDA für dieses Anwendungsgebiet zugelassen sind. Diese immunsuppresive Behandlung ist typischerweise individualisiert und muss zur Minimierung von Nebenwirkungen sorgfältig überwacht werden. Lux Biosciences besitzt die exklusiven Rechten zur ophthalmologischen Nutzung von Voclosporin, einem Calcineurin-Inhibitor der nächsten Generation, und entwickelt eine orale Form des Moleküls mit dem Namen Luveniq® zur Behandlung der nicht-infektiösen Uveitis. Das klinische Phase 3 Entwicklungsprogramm LUMINATE (Luveniq Uveitis Multicenter Investigation of a New Approach to TrEatment) in dem weltweit 558 Patienten behandelt wurden, ist abgeschlossen. Bei einer Zulassung des Produkts in Nordamerika und Europa wäre Luveniq® das erste zugelassene Steroid-sparende Medikament für die Behandlung der Uveitis. Der Pharma-Markt – Chancen/Möglichkeiten: Es existiert ein großer Bedarf an sicheren, wirksamen und zugelassenen Medikamenten zur Reduzierung bzw. kompletten Eliminierung von Steroiden im Rahmen der Behandlung der Uveitis. In Europa und Nord-Amerika sind schätzungsweise 500.000 Patienten von nicht-infektiöser (autoimmuner) Uveitis betroffen, von denen die Hälfte ihre Erkrankung nicht mit sporadischem Einsatz von systemischen Kortikosteroiden kontrollieren kann. Diese Patienten sind die Zielgruppe von Luveniq®. Die momentan vorhandenen Steroid-sparenden Wirkstoffe werden zwar experimentell angewandt, keiner davon wurde aber für die Indikation Uveitis zugelassen (mit Ausnahme von Cyclosporin A in Deutschland und wenigen anderen europäischen Ländern). Dieser Mangel an Therapieoptionen ist vergleichbar mit der Situation bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis in den frühen 1990er Jahren vor der Einführung neuer antirheumatischer Medikamente. Beide Erkrankungen - Uveitis und rheumatoide Arthritis – weisen noch weitere Parallelen auf:
Während allerdings der weltweite rheumatoide Arthritis Markt durch neue und wirksame Medikamente, von etwa 100 Millionen US$ (1990) auf ca. 7 Milliarden US$ (2006) massiv expandierte, blieb gleichzeitig der Uveitis-Markt auf Grund fehlender Innovationen bisher eher klein. Lux Biosciences ist davon überzeugt, dass der Uveitis-Markt zukünftig mit der Einführung innovativer und wirksamer Medikamente ein ähnliches Wachstum aufzeigen wird. Zudem besitzt ein neues Steroid-sparendes Medikament das Potential, einen regelrechten Paradigmen-Wechsel in der Therapie der Uveitis einzuleiten und zu etablieren.
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