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ALTERSBEDINGTE MAKULADEGENERATION

Krankheitsbild: Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung, welche die Netzhautmitte, d.h. die Stelle des schärfsten Sehens (Makula) betrifft. Dies führt oft zu verschwommenem und verzerrtem Sehen (Metamorphopsien), der Wahrnehmung eines dunklen Flecks im zentralen Gesichtsfeld, dem Verlust der Lesefähigkeit und im Endstadium letztlich zur funktionellen Erblindung. In den USA leiden 15 Millionen Patienten an dieser Erkrankung. 

Gewöhnlich unterscheidet man 2 Formen der AMD: 

Die trockene (atrophische) AMD ist durch die Bildung von Fettablagerungen (Drusen) in der Makula gekennzeichnet. Diese Form führt zu einem langsam fortschreitenden zentralen Sehverlust. Etwa 90 % der AMD-Patienten leiden an dieser trockenen Form.

Die feuchte (neovaskuläre) AMD entsteht, wenn neue Blutgefäße durch die Bruch’sche Membran penetrieren. Aus diesen Gefäßen austretende Gewebsflüssigkeit und Blut dringen unter die Netzhaut/Makula oder zwischen ihre Schichten. Dies kann je nach Lokalisation und Ausprägung zu einem plötzlichen und erheblichen Sehkraftverlust führen. Etwa 10% der AMD-Patienten sind von dieser Form der Erkrankung betroffen, aber 90% des schweren Sehkraftverlustes werden hierdurch verursacht.

Risikofaktoren für die AMD sind genetische Faktoren (familiäre Häufung), Alter, Übergewicht und Rauchen. Es gibt für diese Erkrankung keine kausale, heilende Therapie. Neuere Medikamente zielen bei der feuchten AMD auf die Verhinderung der Gefäßneubildung durch Hemmung des sog. vaskulären endothelialen Wachstumsfaktors (VEGF). Sie sind als großer Fortschritt bei der Behandlung der AMD anzusehen, allerdings reagiert nur etwa ein Drittel der Patienten auf diese VEGF-Hemmer. Daher gibt es immer noch großen Bedarf für neue Medikamente, die auf andere biologische Mechanismen dieser komplexen Erkrankung einwirken und die allein oder ggf. in Kombination mit VEGF-Hemmern eingesetzt werden könnten.

Obwohl bislang noch nicht durch klinische Wirksamkeitsstudien bewiesen, gibt es einerseits Hinweise, dass eine chronische Entzündung der Netzhaut das Fortschreiten der trockenen AMD zur feuchten Form begünstigen kann und andererseits auch den Verlauf einer bereits vorhandenen feuchten AMD beschleunigt bzw. negativ beeinflussen kann. Tatsache ist, dass ein Hauptmerkmal der Erkrankung, nämlich die Ablagerung von altem Zellmaterial in der Netzhaut (Drusen), rein mechanistisch der Ablagerung von Fetten/Cholesterin in arteriosklerotisch-entzündlichen Plaques ähnelt. Daher könnten gerade Medikamente, welche die chronische Entzündung der Netzhaut bzw. deren Schichten/Zwischenräume anvisieren, einen vielversprechenden neuen Ansatz in der Behandlung bedeuten. 

   Neovaskuläre AMD (NEI, Ref#: EDA24)

Der Pharma-Markt – Chancen/Möglichkeiten: 90% der ungefähr 25 Millionen AMD-Patienten in den USA und Europa leiden an der trockenen Form und die restlichen 10% an der feuchten Form der altersabhängigen Makuladegeneration. Jedes Medikament, welches die derzeit in der Behandlung der feuchten AMD angewandeten VEGF-Hemmer ergänzen könnte oder auch bei der trockenen Form wirksam wäre, fände einen erheblichen Markt.

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